Donnerstag, 29. Januar 2015

Interview mit dem 3D Artist Matthias Wagner



fye:
Matthias, Du bist 28 Jahre alt, also noch in einer Zeit geboren, in der es kein Internet gab und private PC`s eher selten waren. Wie ist aus Dir ein Computerfreak geworden?

M:
Mit dem Computerspielen habe ich schon in der Grundschulzeit begonnen. Mein Vater ist sehr technikaffin, deshalb besaßen wir schon relativ früh einen Computer. Der war nicht der Beste der Welt, aber man konnte darauf spielen. Und ich hatte vor allem einen Freund, der immer die neusten Spiele besaß. Beim dem habe ich sehr oft rumgehangen. Deshalb ist da in gewisser Weise eine Leidenschaft entstanden. Meine erste größere eigene Anschaffung war später dann auch ein Computer, für den ich 4 Wochen in den Sommerferien gejobbt habe.

fye:
Eltern reagieren immer wieder besorgt, wenn ihre Kinder viel Zeit vor dem Computerbildschirm verbringen. Wie war es bei Dir?

M:
Auch meine Elten haben diese Leidenschaft mit gemischten Gefühlen beobachtet. Hin und wieder, wenn sie der Meinung waren, dass ich zu viele Stunden vor dem Bildschirm verbringe, haben sie mir den Strom abgestellt. :)

fye:
Nicht jedes Kind, dass Computerspiele liebt, will später 3D Artist werden. Ab wann wolltest Du nicht einfach nur "Gamer" sein?
  
zum vollständigen Interview: HIER

https://www.facebook.com/matis.wagner
https://artstation.com/artist/matiswagner 
bausimulator.de
 

Donnerstag, 15. Januar 2015

Etwas für möglich halten, eröffnet Räume.

Das Besondere an der Geschichte von Felix Klieser liegt für mich in ihren Anfängen. Wie viele Eltern hätten versucht, ihrem 4-jährigen Sohn, der keine Arme hat, den Wunsch Horn zu spielen, auszureden, dem kleinen Kind die schmerzliche Erfahrung dieses Scheiterns zu ersparen. Sicher, was letztlich funktionieren würde, war im Leben des kleinen Felix nur über das Trial-and-Error -Prinzip herauszufinden. Aber Horn spielen lernen, war sicher kein naheliegender Schritt.

Der Rest der Geschichte folgt der Logik von Neugier und Energiefreisetzung. Kleine Kinder besitzen noch die natürliche Neugier, etwas verstehen/können zu wollen und folgen dabei ganz unreflektiert ihren Neigungen. Wenn uns etwas fasziniert, ob wir nun 5 oder 50 Jahre sind, können wir Ausdauer und Leidenschaft entwickeln.
Den Nobelpreis können dabei (schon aufgrund des Verfahrens) nur wenige erreichen, aber ein Leben in dem wir lieben, was wir tun und wirksam sind schon.

Montag, 5. Januar 2015

Sie möchten ein Instrument erlernen, wurden aber ohne Arme geboren.

Sind sie musikalisch? Hatten Sie Eltern, die sie zur musikalischen Früherziehung begleiteten oder der Meinung waren, es gehört zu einer guten Bildung, ein Instrument zu spielen? 
Ein Instrument spielen zu können (Begabung hin oder her), verlangt Ausdauer und diese bringen die meisten nur auf, wenn sie Freude an dem haben, was sie tun. Kinder die ein Instrument lernen, nur weil die Eltern es wollen, nutzen die erste sich bietende Gelegenheit, um damit aufzuhören. 
Doch jetzt erhöhen wir mal den Schwierigkeitsgrad. Sie möchten ein Instrument erlernen, wurden aber ohne Arme geboren. Geht nicht? Geht doch. Bewiesen hat es Felix Klieser. Er ist heute mit 23 Jahren ein preisgekrönter Hornist. https://www.youtube.com/watch?v=Y6M04BZPJZM
felixklieser.de

Eine Ausnahme, die nicht zu verallgemeinern ist? Musikalische Betätigung kann vielfältig sein und muss nicht in eine Solokarriere münden. Ganz gleich in welchen Themenbereichen wir uns bewegen, wenn bei unserem Engagement Energie zurückfließt und wir Leidenschaft entwickeln, eröffnen sich neuen Wege und Möglichkeiten. Felix Klieser wusste schon mit 4 Jahren, das er gerne Horn spielen möchte. Andere verstehen erst im Alter von 40 Jahren, was ihren Gaben und ihrer Persönlichkeit entspricht, erlernen eine weiteren Beruf, gründen ein kleines Unternehmen oder ergänzen ihre Freizeitbetätigungen um entsprechende Aktivitäten. Wichtig ist nicht, wann wir die Weichen stellen, sondern allein dass wir die Richtung in unserem Sinne einschlagen oder korrigieren.