Samstag, 17. Oktober 2015

Es gibt immer einen Weg - Fazit einer jungen Frau die ihre Profession gefunden hat





fye:
Sylvia, Du hast mit viel Ausdauer Deinen eigenen Weg gefunden, hin zu einem Berufsfeld, dass Dir entspricht. Wenn Du heute auf Deine Schulzeit zurückschaust, welche Erinnerungen verbindest Du damit?
S:
Ich bin immer gern zur Schule gegangen. Ich bin schon gern in den Kindergarten gegangen und auch gern zur Schule. Das war immer mein Ding. Ich denke, ich war von den Leistungen her auch ganz gut, so im oberen Drittel (lacht). Ich war auch immer schon sehr stark Autodidakt. Wenn ich kochen lernen wollte, habe ich mir ein Kochbuch genommen usw.. Das Lernen an sich, immer wieder Neues zu erfahren, hat mir einfach Spaß gemacht. Ich fand Mathe spannend, ein bisschen auch Deutsch. Das kam aber immer sehr auf die Lehrer an. Rückblickend muss man sagen, dass die Schule auf der ich war, keine sehr gute Schule war. Das ärgert mich so im Nachhinein.

fye:
Hätte es denn die Möglichkeit gegeben, auf eine andere Schule zu wechseln?

S:
Das weiß ich nicht. Aber meinen Eltern haben sich da wenig eingebracht.

fye:
Was sind Deine Eltern von Beruf
S:
Mein Vater hat fast sein ganzes Berufsleben lang als Lokführer gearbeitet. Meine Mutter hat keine Ausbildung. Sie ist, wie es damals üblich war, gleich in die Fabrik, später hat sie in der Gastronomie gearbeitet und zum Schluss als Verkäuferin im Einzelhandel.

fye:
Sylvia, Du warst eine gute Schülerin. Stand nie die Überlegung im Raum, nach der Grundschule aufs Gymnasium zu wechseln? Hast Du seitens der Grundschule keine Empfehlung dafür bekommen?
S:
In die Gespräche mit dem Klassenlehrer war ich nicht eingebunden. Ich weiß nicht, was da besprochen wurde. Da ich wegen eines Schlittenunfalls in meiner Grundschulzeit immer wieder Kopfschmerzen hatte, wollten meine Eltern mich wohl schonen und fanden, dass die Realschule leichter zu bewältigen wäre.

fye:
Hattest Du als Kind einen Traumberuf?
S:
Nee, nicht wirklich. Ich wollte mal eine Zeit lang Stuntfrau werden (lacht), aber ich glaube nicht, dass das so ernst zu nehmen war. Das lag wohl daran, dass ich in Judo richtig gut war. Das war das erste Mal, dass ich in Sport eine Eins hatte.

fye: 
Hattest Du zum Abschluss Deiner Realschulzeit eine Ahnung, in welche Richtung es für Dich beruflich gehen sollte?
S:
Mit 16 Jahren war ich ziemlich orientierungslos. Ich war deshalb auch mehrmals im BIZ (Berufsinformationszentrum). Da ging es aber eher um eine Art Stärkenportfolio. Damit konnte ich damals nicht wirklich viel anfangen. weiterlesen