Donnerstag, 31. März 2016

Ausbildung macht Eltern stolz

Bildmaterial der Kampagne
Was machst Du nach der Schule? Kaum einer/eine trifft  diese Entscheidung ganz für sich allein.  Lehrer, BIZ, die Qualität der Web-Auftritte, die Meinung der Bro/Sis und nicht zuletzt die der Eltern  – von vielen Seiten erhält man mehr oder weniger willkommene Ratschläge. 
Eltern sehen die Zukunft ihrer Kinder meist durch ihre eigene Brille. Verstehen nicht, wenn Kinder ihre Begeisterung für das eigene Berufsfeld nicht teilen, wollen ihre Kinder vor ... bewahren, halten bestimmte Beruf für zukunftssicher oder hoffen, dass ihre Kinder erreichen, was ihnen nicht möglich war.
Weil Eltern in dieser Entscheidungsphase eine Schlüsselrolle zukommt, richtet sich erstmals eine übergreifende Ausbildungskampagne an die Zielgruppe der Eltern.
„Ausbildung macht Eltern stolz“ will mehr gesellschaftliche Akzeptanz für die berufliche Aus- und Weiterbildung erreichen und sie als erfolgversprechende, gleichwertige Alternative zur akademischen Bildung darstellen. Dafür kooperieren zum ersten Mal die Partner der beruflichen Bildung –  das Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, die Industrie-und Handelskammern in Bayern (BIHK)und die bayerischen Handwerkskammern in einer gemeinsamen Kampagne. 
Ein interessantes Pilotprojekt, denn bisher standen Eltern nie im Zentrum von Ausbildungskampagnen. Die Kampagne ist ab Februar 2016 bayernweit zunächst für zwei Jahre geplant, mit der Option auf Verlängerung. Ein interessanter und gelungener Versuch, wie ich finde.


 

Donnerstag, 17. März 2016

Neue Wege gehen

"... das Furchtbarste, was ein Schulsystem hervorbringen kann, sind junge Menschen, die ihre Leidenschaft verloren haben, die nur noch eine Leidenschaft kennen: eine gute Zensur zu kriegen." Der Hirnforscher Prof. Gerald Hüther mahnt, dass es Lehrer/ Begleiter braucht, die als Hebammen für das Potenzial, die Interessen, Leidenschaften ihrer Schüler fungieren.
Der Film (2.43min) beschreibt sicher auch Extreme, ist aber ein wichtiger Diskussionsbeitrag, wohin sich unser Bildungssystem entwickeln sollte, nicht nur versuchsweise. Denn es gibt sie auch in Deutschland, die Versuchs- oder Projektschulen, die neue Wege gehen und das sehr erfolgreich.

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Montag, 14. März 2016

Wer macht noch eine Ausbildung?


Restaurantfachfrau/mann zählt derzeit zu den unbeliebtesten Ausbildungsberufen
„Handwerk hat goldenen Boden“ – hieß es früher mal. Inzwischen steigt die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze Jahr für Jahr? Laut DIHK-Ausbildungsumfrage 2015 war es für Unternehmen noch nie so schwer, Auszubildende zu gewinnen. „32 Prozent der Betriebe konnten 2014 nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen. Zehn Jahre zuvor waren es nur 12 Prozent. “
Die Ausbildung hat ein Image-Problem.
Obwohl Unternehmen inzwischen einiges auf die Beine Stellen, ist es bisher nicht gelungen, dem reflexartigen Run auf Hochschulen und Universitäten ein attraktives Angebot entgegenzusetzen. Ausbildung oder Duales Studium das ist etwas für die, die (sorry)kein Abi haben, sich die Uni nicht zutrauen, oder ihr Studium abbrechen – so scheint es.

Heute reden alle von Diversität. Unser Bildungssystem hinkt dieser Entwicklung deutlich hinterher. Unterschiedliche Schulformen können ein guter Ansatz sein, Schüler ihren Begabungen entsprechend zu fördern. Wenn aber, neben Gymnasien, alle anderen Bildungswege als Nebenstraßen ins Berufsleben angesehen werden, sicher nicht. Menschen sind unterschiedlich, in ihren Interessen und auch im Hinblick darauf, wie sie sich Inhalte oder Arbeitsschritte aneignen und verinnerlichen können. Deshalb führen zwangsläufig verschieden Ausbildungs- bzw. Qualifizierungswege zu einem interessanten Arbeitsfeld. Diese verschiedenen Möglichkeiten sich ein Berufsfeld zu erschließen, sind wichtig und nicht als Ranking zu verstehen, denn unterschiedliche Herangehensweisen an eine Aufgabenstellung können bereichern und zu neuen Lösungen führen. Daüber hinaus ist es wichtig immer mal wieder das große Ganze in den Blick zu nehmen. Arzt ist ein toller Beruf. Aber Ärzte können nicht arbeiten, ohne dass andere Krankenhäuser bauen, Instrumente und Maschienen herstellen usw..
Interessante Aufgaben finden sich in vielen Berufsfeldern. Es wird Zeit den Blick zu weiten.