Montag, 2. März 2015

"Und es geht doch" — interessante Argumente für eine Berufswahl

Welcher Beruf passt zu mir? Was soll ich studieren? Bei dem Versuch die perfekte Entscheidung zu treffen, scheinen wir uns manchmal selbst im Weg zu stehen. Es kann einfacher, spontaner und trotzdem gut gehen, wie man sieht. 

Unterwegs getroffen: Friseurmeisterin Marina P.

fye: 
Marina, wolltest Du immer schon Friseurin werden?

M:
Ich wollte alles werden. Ich bin ein neugieriger, offener Mensch und habe mich immer schon für alles Mögliche interessiert, besonders Themen, die mit kreativem Gestalten und Erschaffen zu tun haben — also Mode, Design, Architektur, Kunst usw.. Anfangs wusste ich nur, was ich nicht wollte,
einen Verwaltungsjob und nichts bei dem ich Blut anderer Menschen sehen muss.

fye: 
Was gab den Ausschlag für eine Friseurlehre?

M: 
Meine Haare. Als Teenager musste ich mir öfter von Friseuren anhören, dass Frisuren, die ich gern haben wollte, mit meinen Haaren nicht funktionieren. Ich wollte beweisen, dass es doch geht.

fye: 
Offensichtlich wolltest du nicht einfach nur irgendwo als Friseurin arbeiten, denn inzwischen hast du sogar deinen eigenen Laden.

M: 
Zuletzt habe ich in einem Salon mit vielen Kolleginnen gearbeitet. Da hat es mir auch gefallen. Aber das war nicht mein Ziel. Ich wollte weiter. Ich wollte "fliegen", meinen eigenen Laden haben und noch einiges mehr. Jetzt kann ich mehr bei mir sein, meinen eigenen Rhythmus gehen, selbst entscheiden welche und wie viele Fortbildungen ich besuche usw..
Ich liebe meine Arbeit und über mangelnde Kundschaft kann ich mich nicht beklagen.:)

fye: 
Bist du am Ziel?

M: 
Wer so in die Welt schaut, wie ich, ist das wohl nie. Vorstellen kann ich mir noch so einige weitere Schritte. Ob es dazu kommt, wird die Zukunft zeigen.
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Kurz nach unserem Gespräch hatte ich ein Dé­jà-vu als ich die Werbung zu folgendem Buch über Frauen, die ihre Träume wahr machen las. :) :) Manchmal passt es eben.

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