"... das Furchtbarste, was ein Schulsystem hervorbringen kann, sind junge Menschen, die ihre Leidenschaft verloren haben, die nur noch eine Leidenschaft kennen: eine gute Zensur zu kriegen." Der Hirnforscher Prof. Gerald Hüther mahnt, dass es Lehrer/ Begleiter braucht, die als Hebammen für das Potenzial, die Interessen, Leidenschaften ihrer Schüler fungieren.
Der Film (2.43min) beschreibt sicher auch Extreme, ist aber ein wichtiger Diskussionsbeitrag, wohin sich unser Bildungssystem entwickeln sollte, nicht nur versuchsweise. Denn es gibt sie auch in Deutschland, die Versuchs- oder Projektschulen, die neue Wege gehen und das sehr erfolgreich.
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Donnerstag, 17. März 2016
Montag, 14. März 2016
Wer macht noch eine Ausbildung?
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| Restaurantfachfrau/mann zählt derzeit zu den unbeliebtesten Ausbildungsberufen |
„Handwerk hat goldenen Boden“ – hieß es früher mal. Inzwischen steigt die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze Jahr für Jahr? Laut DIHK-Ausbildungsumfrage 2015 war es für Unternehmen noch nie so schwer, Auszubildende zu gewinnen. „32 Prozent der Betriebe konnten 2014 nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen. Zehn Jahre zuvor waren es nur 12 Prozent. “
Die Ausbildung hat ein Image-Problem.
Obwohl Unternehmen inzwischen einiges auf die Beine Stellen, ist es bisher nicht gelungen, dem reflexartigen Run auf Hochschulen und Universitäten ein attraktives Angebot entgegenzusetzen. Ausbildung oder Duales Studium das ist etwas für die, die (sorry)kein Abi haben, sich die Uni nicht zutrauen, oder ihr Studium abbrechen – so scheint es.
Obwohl Unternehmen inzwischen einiges auf die Beine Stellen, ist es bisher nicht gelungen, dem reflexartigen Run auf Hochschulen und Universitäten ein attraktives Angebot entgegenzusetzen. Ausbildung oder Duales Studium das ist etwas für die, die (sorry)kein Abi haben, sich die Uni nicht zutrauen, oder ihr Studium abbrechen – so scheint es.
Heute reden alle von Diversität. Unser Bildungssystem hinkt dieser Entwicklung deutlich hinterher. Unterschiedliche Schulformen können ein guter Ansatz sein, Schüler ihren Begabungen entsprechend zu fördern. Wenn aber, neben Gymnasien, alle anderen Bildungswege als Nebenstraßen ins Berufsleben angesehen werden, sicher nicht. Menschen sind unterschiedlich, in ihren Interessen und auch im Hinblick darauf, wie sie sich Inhalte oder Arbeitsschritte aneignen und verinnerlichen können. Deshalb führen zwangsläufig verschieden Ausbildungs- bzw. Qualifizierungswege zu einem interessanten Arbeitsfeld. Diese verschiedenen Möglichkeiten sich ein Berufsfeld zu erschließen, sind wichtig und nicht als Ranking zu verstehen, denn unterschiedliche Herangehensweisen an eine Aufgabenstellung können bereichern und zu neuen Lösungen führen. Daüber hinaus ist es wichtig immer mal wieder das große Ganze in den Blick zu nehmen. Arzt ist ein toller Beruf. Aber Ärzte können nicht arbeiten, ohne dass andere Krankenhäuser bauen, Instrumente und Maschienen herstellen usw..
Interessante Aufgaben finden sich in vielen Berufsfeldern. Es wird Zeit den Blick zu weiten.
Freitag, 15. Januar 2016
Es muss gar kein 6er im Lotto sein
Stell
Dir vor, Du erhältst ein Jahr lang monatlich 1000€ als
bedingungsloses Grundeinkommen. Was würdest Du in so einem Fall tun?
„Etwas
zurück geben, meinen Traum weiterleben“, hat Judith auf der
Website mein-grundeinkommen.de eingetragen. Nun ist sie die 24.
Gewinnerin eines bedingungslosen Grundeinkommens für ein Jahr. Ihr
Kommentar:
„Ich
habe mich vor ungefähr einem Jahr selbstständig gemacht, einen
Businessplan geschrieben, einen Kredit aufgenommen, 60 oder 70
Stunden in der Woche gearbeitet und den Start ganz gut geschafft.
Aber nun heißt es: Budder bei die Fische, das Geschäft weiter
etablieren, den Kredit abzahlen, Lieferanten und Mitarbeiterinnen
ordentlich entlohnen. Dass ich mich im kommenden Jahr nicht um mein
eigenes Einkommen sorgen muss, verschafft mir Leichtigkeit und meinem
jungen Unternehmen ordentlich Luft. Ich werde im kommenden Jahr nicht
weniger arbeiten, sondern wie angekündigt weiter meinen Traum leben
und meine Energie weiter in den Laden stecken.
Den anderen Teil meiner Ankündigung, nämlich etwas zurück zu geben, will ich auch wahr machen...“
Den anderen Teil meiner Ankündigung, nämlich etwas zurück zu geben, will ich auch wahr machen...“
Samstag, 17. Oktober 2015
Es gibt immer einen Weg - Fazit einer jungen Frau die ihre Profession gefunden hat
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fye:
Sylvia,
Du hast mit viel Ausdauer Deinen eigenen Weg gefunden, hin zu
einem Berufsfeld, dass Dir entspricht. Wenn Du heute auf
Deine Schulzeit zurückschaust, welche Erinnerungen verbindest Du damit?
S:
Ich
bin immer gern zur Schule gegangen. Ich bin schon gern in den
Kindergarten gegangen und auch gern zur Schule. Das war immer mein
Ding. Ich denke, ich war von den Leistungen her auch ganz gut, so im
oberen Drittel (lacht). Ich war auch immer schon sehr stark
Autodidakt. Wenn ich kochen lernen wollte, habe ich mir ein Kochbuch
genommen usw.. Das
Lernen an sich, immer wieder Neues zu erfahren, hat mir einfach Spaß
gemacht. Ich fand Mathe spannend, ein bisschen auch Deutsch. Das kam
aber immer sehr auf die Lehrer an. Rückblickend muss man sagen, dass
die Schule auf der ich war, keine sehr gute Schule war. Das ärgert
mich so im Nachhinein.
fye:
Hätte
es denn die Möglichkeit gegeben, auf eine andere Schule zu wechseln?S:
Das
weiß ich nicht. Aber meinen Eltern haben sich da wenig eingebracht.
fye:
Was
sind Deine Eltern von Beruf
S:
Mein
Vater hat fast sein ganzes Berufsleben lang als Lokführer
gearbeitet. Meine Mutter hat keine Ausbildung. Sie ist, wie es damals
üblich war, gleich in die Fabrik, später hat sie in der Gastronomie
gearbeitet und zum Schluss als Verkäuferin im Einzelhandel.
fye:
Sylvia,
Du warst eine gute Schülerin. Stand nie die Überlegung im Raum,
nach der Grundschule aufs Gymnasium zu wechseln? Hast Du seitens der
Grundschule keine Empfehlung dafür bekommen?
S:
In
die Gespräche mit dem Klassenlehrer war ich nicht eingebunden. Ich
weiß nicht, was da besprochen wurde. Da ich wegen eines
Schlittenunfalls in meiner Grundschulzeit immer wieder
Kopfschmerzen hatte, wollten meine Eltern mich wohl schonen und
fanden, dass die Realschule leichter zu bewältigen wäre.
fye:
Hattest
Du als Kind einen Traumberuf?
S:
Nee,
nicht wirklich. Ich wollte mal eine Zeit lang Stuntfrau werden
(lacht), aber ich glaube nicht, dass das so ernst zu nehmen war. Das
lag wohl daran, dass ich in Judo richtig gut war. Das war das erste
Mal, dass ich in Sport eine Eins hatte.
fye:
Hattest Du zum Abschluss Deiner Realschulzeit eine Ahnung, in welche Richtung es für Dich beruflich gehen sollte?
Hattest Du zum Abschluss Deiner Realschulzeit eine Ahnung, in welche Richtung es für Dich beruflich gehen sollte?
S:
Mit
16 Jahren war ich ziemlich orientierungslos. Ich war deshalb auch
mehrmals im BIZ (Berufsinformationszentrum). Da ging es aber eher um
eine Art Stärkenportfolio. Damit konnte ich damals nicht wirklich
viel anfangen. weiterlesenDonnerstag, 17. September 2015
Da fehlt doch was
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| Florens Knorr, Michael Noven, Chris Reimann |
Die
drei habens rausgefunden und ihr Getränk erfolgreich auf den Markt
gebracht. Mehr zur Story unter acao.de (Home_ Warum? Weshalb? Wieso?)
Nachlesen
lohnt sich, probieren auch. Ich spreche aus Erfahrung.
Donnerstag, 20. August 2015
Grau ist alle Theorie - Städte in den Niederlanden experimentieren mit dem Grundeinkommen
Wie kann ich herausfinden, ob etwas funktioniert, wenn ich es nie probiert habe? Wie die Süddeutsche berichtet testen Städte in den Niederlanden das Grundeinkommen. Andere könnten diesem Beispiel bald folgen.
zum Artikel
Erfahrungen im Kleinen macht das Projekt "Mein Grundeinkommen" möglich. Am kommenden Samstag wird das 14. Grundeinkommen für ein Jahr verlost.
Über das Projekt
Die Verlosung am Samstag
zum Artikel
Erfahrungen im Kleinen macht das Projekt "Mein Grundeinkommen" möglich. Am kommenden Samstag wird das 14. Grundeinkommen für ein Jahr verlost.
Über das Projekt
Die Verlosung am Samstag
Montag, 27. Juli 2015
Was kann ich denn eigentlich?
„...das
Institut für Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg
ermittelte 2013 gewaltigen Orientierungsbedarf bei angehenden
Abiturienten. Viele wirkten geradezu erschöpft – und sorgenvoll.
Denn sie wissen, in der Leistungsgesellschaft wird jeder für seinen
Erfolg oder Misserfolg selbst verantwortlich gemacht. Die unendlichen
Möglichkeiten werden da eher als Last denn als Freiheit empfunden.
So
erlebte es jedenfalls Ronja, 20, aus Lübeck. Mitten in den
Abiturprüfungen vor drei Jahren schrie sie plötzlich ihre Mutter,
eine Sozialpädagogin, an: "Hör endlich auf zu sagen' ihr habt
alle Chancen der Welt! Das hilft mir nicht! Was kann ich denn
eigentlich?" vollständigen Artikel lesen
Was kann ich denn eigentlich?
Für viele Schüler besteht die Schulzeit im bestmöglichen Erfassen von Inhalten, die sie nur mäßig
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Bilquelle:
ballet3_by-rolands_lakis_piqs_de
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Kann man in der Schulzeit etwas über sich selbst lernen?
Leider verlernen wir im Laufe unserer Bildungskarriere etwas, das uns eigentlich angeboren ist – Neugier. Am Anfang unseres Lebens ist Neugier ein enormer Motor der unsere Entwicklung vorantreibt. Wir wollen wissen, was hinter der Tür ist, im nächst höheren Regal, Klänge erzeugen, „echte“ Werkzeuge benutzen, endlich dürfen, was Größere auch dürfen. Neugier ist es, die SchülerInnen zu Themen und Tätigkeitsfeldern führt, bei denen es um mehr als um eine Information geht, in die sie eintauchen und immer wieder auch die Zeit vergessen – wenn es gut für läuft.Fatalerweise scheinen Heranwachsende diesen Motor völlig zu verlieren, während sie damit beschäftigt sind, die ihnen gesetzten Ziele und Normen zu erfüllen. Scheitern ist nicht erlaubt, in jedem Fall ehrenrührig. Das positive Erkunden eigener Stärken und Interessen - eine Grundhaltung, kein Crashkurs - ist in der enggetakteten Wirklichkeit unserer Schulen selten anzutreffen. Arbeitsgemeinschaften und Vereine bieten hier ein wichtiges weiteres Erfahrungsfeld für alle, deren Begabungen und Interessen nicht einfach in einem Schulfach oder über Blockunterricht zu Tage treten.
Schülerleben und neugierig bleiben, geht das zusammen?
Ja, man kann Unterricht - auch über die Grundschule hinaus – von den Interessen der Schüler her gestalten. Und ja, es ist immer mit persönlichem Einsatz der LehrerInnen verbunden, weil jedes Abweichen vom Standard mehr Arbeit bedeutet. Doch Schule allein kann die Verantwortung nicht tragen. Interessen und Begabungen eines Heranwachsenden könne auf vielen Wegen im ganz normalen Leben entdeckt und gefördert werden. Dazu braucht es vor allem Menschen, die genau hinschauen, hinhören und sich Zeit nehmen für ein positives bzw. konstruktives Feedback.Es ist toll, wenn man mit 18 Jahren eine Vorstellung hat, wo man beruflich anfange möchte. Genauso o.k. ist es, mit dem was ich weiß, zu beginnen und Erfahrungen zu sammeln. Tempo und Perfektion sind kein Garant für ein gelungenes Berufsleben. Wir entwickeln uns, lernen dazu, erwerben neue Fertigkeiten, können Ziele korrigieren bzw. präzisieren. Ein Studium oder eine Ausbildung sind damit immer erst mal ein Start in eine bestimmte Richtung. Erfahrungen, die wir sammeln und ein wachsendes Bewusstsein für die eigenen Stärken navigieren uns auf diesem Weg.
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