Donnerstag, 17. September 2015

Da fehlt doch was


Florens Knorr, Michael Noven, Chris Reimann
Seid Ihr im täglichen Leben auch schon auf Dinge gestoßen, die euch stören? Warum nicht ändern, womit man nicht zufrieden ist? ... haben sich drei Studenten aus Wiesbaden gedacht. Ihr Fazit aus viele studienbedingten Nachtschichten: „...Kaffee erfrischt nicht, Limonade belebt nicht und Energy-Drinks waren zuckersüß und ungesund.“ Also beschlossen sie an einer Alternative zu arbeiten. Aber... „wie stellt man ein Getränk her, das gleichzeitig erfrischend, belebend und natürlich ist und wie kommt das Getränk überhaupt in die Dose?“


Die drei habens rausgefunden und ihr Getränk erfolgreich auf den Markt gebracht. Mehr zur Story unter acao.de  (Home_ Warum? Weshalb? Wieso?)
Nachlesen lohnt sich, probieren auch. Ich spreche aus Erfahrung.





Donnerstag, 20. August 2015

Grau ist alle Theorie - Städte in den Niederlanden experimentieren mit dem Grundeinkommen

Wie kann ich herausfinden, ob etwas funktioniert, wenn ich es nie probiert habe? Wie die Süddeutsche berichtet testen Städte in den Niederlanden das Grundeinkommen. Andere könnten diesem Beispiel bald folgen.
zum Artikel

Erfahrungen im Kleinen macht das Projekt "Mein Grundeinkommen" möglich. Am kommenden Samstag wird das 14. Grundeinkommen für ein Jahr verlost.
Über das Projekt 
Die Verlosung am Samstag 

Montag, 27. Juli 2015

Was kann ich denn eigentlich?

„...das Institut für Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg ermittelte 2013 gewaltigen Orientierungsbedarf bei angehenden Abiturienten. Viele wirkten geradezu erschöpft – und sorgenvoll. Denn sie wissen, in der Leistungsgesellschaft wird jeder für seinen Erfolg oder Misserfolg selbst verantwortlich gemacht. Die unendlichen Möglichkeiten werden da eher als Last denn als Freiheit empfunden.
So erlebte es jedenfalls Ronja, 20, aus Lübeck. Mitten in den Abiturprüfungen vor drei Jahren schrie sie plötzlich ihre Mutter, eine Sozialpädagogin, an: "Hör endlich auf zu sagen' ihr habt alle Chancen der Welt! Das hilft mir nicht! Was kann ich denn eigentlich?" vollständigen Artikel lesen


Was kann ich denn eigentlich?

Für viele Schüler besteht die Schulzeit im bestmöglichen Erfassen von Inhalten, die sie nur mäßig
Bilquelle: ballet3_by-rolands_lakis_piqs_de
interessieren. Sie tun es, weil es verlangt wird, weil es wichtig ist für eine gute Note, weil... . Klausur schreiben, abhaken, weiter. Hin und wieder fügt es sich, dass einzelne Fächer oder Inhalte ansprechend präsentiert werden bzw. den „Nerv“eines Schülers/einer Schülerin treffen. Die Sprache lernt sich wie von allein, physikalische Experimente oder Zusammen- hänge faszinieren. Meist aber bleibt es beim Erfassen und Wiedergeben von Wissen. Unsere Kinder beenden die Schule nicht ungebildet, aber ratlos in Bezug auf die eigene Person.

 

 

Kann man in der Schulzeit etwas über sich selbst lernen?

Leider verlernen wir im Laufe unserer Bildungskarriere etwas, das uns eigentlich angeboren ist – Neugier. Am Anfang unseres Lebens ist Neugier ein enormer Motor der unsere Entwicklung vorantreibt. Wir wollen wissen, was hinter der Tür ist, im nächst höheren Regal, Klänge erzeugen, „echte“ Werkzeuge benutzen, endlich dürfen, was Größere auch dürfen. Neugier ist es, die SchülerInnen zu Themen und Tätigkeitsfeldern führt, bei denen es um mehr als um eine Information geht, in die sie eintauchen und immer wieder auch die Zeit vergessen – wenn es gut für läuft.

Fatalerweise scheinen Heranwachsende diesen Motor völlig zu verlieren, während sie damit beschäftigt sind, die ihnen gesetzten Ziele und Normen zu erfüllen. Scheitern ist nicht erlaubt, in jedem Fall ehrenrührig. Das positive Erkunden eigener Stärken und Interessen - eine Grundhaltung, kein Crashkurs - ist in der enggetakteten Wirklichkeit unserer Schulen selten anzutreffen. Arbeitsgemeinschaften und Vereine bieten hier ein wichtiges weiteres Erfahrungsfeld für alle, deren Begabungen und Interessen nicht einfach in einem Schulfach oder über Blockunterricht zu Tage treten.

Schülerleben und neugierig bleiben, geht das zusammen?

Ja, man kann Unterricht - auch über die Grundschule hinaus – von den Interessen der Schüler her gestalten. Und ja, es ist immer mit persönlichem Einsatz der LehrerInnen verbunden, weil jedes Abweichen vom Standard mehr Arbeit bedeutet. Doch Schule allein kann die Verantwortung nicht tragen. Interessen und Begabungen eines Heranwachsenden könne auf vielen Wegen im ganz normalen Leben entdeckt und gefördert werden. Dazu braucht es vor allem Menschen, die genau hinschauen, hinhören und sich Zeit nehmen für ein positives bzw. konstruktives Feedback.

Es ist toll, wenn man mit 18 Jahren eine Vorstellung hat, wo man beruflich anfange möchte. Genauso o.k. ist es, mit dem was ich weiß, zu beginnen und Erfahrungen zu sammeln. Tempo und Perfektion sind kein Garant für ein gelungenes Berufsleben. Wir entwickeln uns, lernen dazu, erwerben neue Fertigkeiten, können Ziele korrigieren bzw. präzisieren. Ein Studium oder eine Ausbildung sind damit immer erst mal ein Start in eine bestimmte Richtung. Erfahrungen, die wir sammeln und ein wachsendes Bewusstsein für die eigenen Stärken navigieren uns auf diesem Weg.

Dienstag, 2. Juni 2015

Think outside the box


THINK
OUTSIDE
THE
BOX

Was würdest du tun, lernen, wo dich einbringen wollen, wenn Geld keine Rolle spielen würde? Viele Menschen führt diese Überlegung zu neuen Antworten in Bezug auf ihre Profession. Ein hilfreiches Gedankenspiel.
Aber was, wenn es hier nicht nur um theoretische Überlegungen ginge?
Was, wenn wir nicht mehr Leistungen/Qualifikationen anbieten müssen, die ein Arbeitgeber fordert (ein Modus, in dem sich die Mehrheit der Berufstätigen bewegt), sondern unser Arbeitsfeld selbst gestalten können? Was, wenn wir beruflich etwas riskieren können, weil, im Falle eines Scheiterns, nicht gleich unsere Existenz bedroht ist, da wir ein bedingungsloses Grundeinkommen beziehen?

Grundeinkommen bedeutet

  • ca. 1000€ monatlich für alle Menschen
  • ohne Bedingungen
  • zusätzlich zum Erwerbseinkommen
  • finanziert über Einkommens-/Gewinnsteuer, Umsatzsteuer, Transaktions- und/oder Vermögenssteuer
 
Eine Option die zu kollektivem Dauerurlaub führt, fürchten die einen. Mit der Sicherheit eines Grundeinkommens im Rücken wird kreatives und unternehmerisches Potenzial freigesetzt, halten andere dagegen.
Die Folgen eines bedingungslosen Grundeinkommens wurden in der Vergangenheit kontrovers und polemisch diskutiert. Weil aber alle Theorie grau ist, haben ein paar Leute beherzt den Kleinversuch gewagt und das Projekt „Mein Grundeinkommen" gestartet. Es sammelt per Crowdfunding Geld für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Immer wenn 12.000€ zusammengekommen sind, werden sie an eine Person verlost.
Neugierig geworden? Mehr über das Projekt und Personen, die auf diesem Weg ein Jahr lang ein Grundeinkommen erhalten unter:

Es ist wichtig, dass wir nicht nur nach den eingespielten Mustern von Angebot und Nachfrage – auch auf dem Arbeitsmarkt – handeln, sondern uns gedanklich auch „outside the box“ bewegen und nach neuen Wegen suchen.

Freitag, 1. Mai 2015

Mehr Eigensinn bitte

Ja was ist nur los mit den jungen Menschen? Es wächst eine Generation heran, in der sich viele nicht mehr ohne weiteres in vorgegebene Berufswege eingleisen und Bestehendes hinterfragen. „Mehr 'Y' bitte, in uns allen“, hätte ich beinahe geschrieben, nachdem ich den unten geposteten Artikel gelesen hatte.

Aber handelt es sich hier um eine Entwicklung die speziell dieser Altersgruppe zuzuschreiben ist? "Die Jungen wissen, dass sie noch mindestens 40 Arbeitsjahre vor sich haben und dass man das nur durchhält, wenn man von seiner Aufgabe hundertprozentig überzeugt ist." sagt Jutta Rump, Leiterin des Instituts für Beschäftigung und Employability in Ludwigshafen.
Der Unterschied liegt wohl darin, dass junge Erwachsene bei ihrer beruflichen Orientierung sinnerfüllte Arbeit als Wert von Anfang an in ihre Überlegungen einbeziehen.

Ältere Semester wurden aus Erfahrung klug, denn immer häufiger kann man Berichte lesen oder Menschen treffen, Middle-Ager (40- 50 jährige), die noch einmal durchstarten. Nach Jahren, in denen sie versucht haben, zu tun, was man von ihnen erwartet, schaffen sie sich ein anderes Arbeitsumfeld, entscheiden sich für die Selbstständigkeit, beginnen etwas ganz Neues.
Mit mangelndem Ehrgeiz hat das nichts zu tun.

Nicht selten führt die Entschlossenheit etwas zu ändern auch bei den Middle-Agern zu einem Start up. … Weil auch sie es sich leisten können? Die einen (Generation Y) haben noch keine Familie und die anderen (Middle-Ager) sind Single, leben getrennt oder haben erwachsene Kinder. Vielleicht fällt es in einer solche Situation leichter, mutig zu sein. Vielleicht.
Immer beginnt es aber damit, die Umstände nicht mehr als unverrückbar zu betrachten. Möglichkeiten auszuloten, Risiken abzuwägen und ggf. kalkuliert in Kauf zu nehmen. Wenn wir warten bis alles sicher ist, wird nichts geschehen, weil wir diese Punkt nie erreichen.

Ändern, Aussteigen, eine Start up gründen – sind keine Werte in sich. Man kann auch als Verwaltungsangestellter, Personaler oder Ingenieur über Jahrzehnte in der gleichen Firma glücklich sein und bleiben, weil es einfach passt.

Mehr Eigen-Sinn also und nicht einfach mehr „Y“. Mehr Gespür dafür, was ich zu leisten imstande bin und brauche, um gut leben zu können. Und genug Eigensinn, um viele andere Interpretationen des „gut Lebens“ um mich herum zuzulassen.

Mittwoch, 15. April 2015

Fähig und auch seltsam eigensinnig

Über die Generation Y ist schon viel geschrieben worden. Aber selten so ausgewogen und prägnant wie im folgenden Artikel.
Es wächst eine Generation heran, die etwas erreichen will, aber nicht um jeden Preis, bereit auch ungewöhnliche Entscheidungen zu treffen. Das lässt hoffen.

Montag, 23. März 2015

Augenhöhe


Selbstbestimmung, Demokratisierung, Potentialentfaltung - unter Experten werden Trends der neuen Arbeitswelt schon länger diskutiert.
 
Umsetzung Fehlanzeige? Nein, es gibt sie, die ermutigenden Beispiele. AUGENHÖHE zeigt Unternehmen, in denen die neue Arbeitswelt bereits gelebt wird und die Menschen, die diese gestalten.
Ein interessantes Filmprojekt über eine neue Unternehmenskultur mitten in Deutschland.

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